Tschernobylhilfe Harz e.V.

Satzung

 

 

§ 1 Name und Sitz


Der Verein trägt den Namen „Tschernobylhilfe Harz e.V.“
Sitz des Vereins ist Blankenburg.

Der Verein wird in das Vereinsregister eingetragen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
 


§ 2 Zweck des Vereins, Gemeinnützigkeit


Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Ziele im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Der Zweck des Vereins ist die Organisation und Durchführung von Erholungsaufenthalten für strahlengeschädigte Kinder aus Weißrussland.
Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Es sind Voraussetzungen zu schaffen, die eine missbräuchliche Ausnutzung des Anliegens des Vereins verhindern.

Mittel des Vereins dürfen nur für die Satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
 


§ 3 Aufgaben


Der Verein widmet sich der Schaffung von Erholungsmöglichkeiten für strahlengeschädigte Kinder aus dem Wirkungsbereich der Katastrophe von Tschernobyl in Blankenburg und im Landkreis Harz.
Die Erschließung von Finanzierungsquellen, die Auswahl, Unterbringung, Versorgung und Betreuung der Kinder durch organisierte Tagesprogramme gehört zu seinen vorrangigen Aufgaben.

Eine weitere Aufgabe ist die Hilfe in der betroffenen Region.
 


§ 4 Mitgliedschaft

(4.1.) Jedes Mitglied hat einen Mitgliedsbeitrag zu entrichten. Die Höhe und Fälligkeit des Beitrages richtet sich nach der Beitragsordnung des Vereins, welche durch den Vorstand zu beschließen ist.

Der Verein besteht aus ordentlichen Mitgliedern, fördernden Mitgliedern und Ehrenmitgliedern. Stimm- und antragsberechtigt sind nur die ordentlichen Mitglieder und Ehrenmitglieder.

Als ordentliches Mitglied kann jede Person aufgenommen werden, die die Ziele des Vereins regelmäßig und aktiv unterstützt. Förderndes Mitglied kann jede natürliche und juristische Person, Gesellschaft und Körperschaft werden, die den Zweck des Vereins im Sinne des § 2 ideell und materiell fördert.

 

 

(4.2.) Erwerb der Mitgliedschaft

 

 Eine Beitrittserklärung ist gegenüber dem Vorstand schriftlich abzugeben, der über die Aufnahme entscheidet. Minderjährige können auch in den Verein eintreten.

Sie brauchen dazu die schriftliche Einwilligung ihres gesetzlichen Vertreters. Mit der Einwilligung wird die Zustimmung zur Wahrnehmung der Mitgliederrechte und –pflichten durch das minderjährige Mitglied erteilt. Die gesetzlichen Vertreter der minderjährigen Vereinsmitglieder verpflichten sich mit der Unterzeichnung des Aufnahmeantrags für die Beitragspflichten des Minderjährigen bis zur Vollendung des 18.Lebensjahres persönlich gegenüber dem Verein zu haften.

 

 

(4.3.) Erlöschen der Mitgliedschaft


(4.3.1.) Durch Tod des Mitgliedes


(4.3.2.) Durch den Austritt
Mitglieder sind berechtigt, ohne Kündigungsfrist zum Ende eines Kalenderjahres aus dem Verein auszutreten. Der Austritt ist gegenüber dem Vorstand mündlich oder schriftlich zu erklären.

Für Minderjährige können deren gesetzliche Vertreter den Austritt erklären.


(4.3.3.) Durch Ausschluss des Mitgliedes

Der Ausschluss kann beispielsweise aus folgenden Gründen erfolgen:
Wenn das Mitglied a) dem Zweck und den Aufgaben des Vereins zuwider handelt,
b) das Ansehen und den Bestrebungen des Vereins in der Öffentlichkeit in Misskredit bringt,

c) den Verein materiell und / oder ideell schädigt,

d) bei Streitigkeiten mit oder unter Vereinsmitgliedern, bzw. Störung des Vereinsfriedens,

e) bei Verstoß gegen die vereinsinterne Schweigepflicht laut §5Abs.2.


(4.3.4.) Durch Streichung von der Mitgliederliste
Die Streichung kann auf Beschluss des Vorstandes erfolgen, wenn das Mitglied zwei aufeinanderfolgende Kalenderjahre seinen Beitrag trotz Mahnung nicht oder nicht pünktlich bis zum Fälligkeitstag bezahlt hat.


(4.4.) Ausschluss aus dem Verein, Streichung aus der Mitgliederliste


Über einen Ausschluss entscheidet der Vorstand per Beschluss.

Vor dem Beschluss ist das betroffene Mitglied zu hören.

Der Beschluss ist der betreffenden Person per einfachem Brief mitzuteilen.


Mit Austritt oder Ausschluss oder Streichung erlöschen sämtliche Mitgliedsrechte. Unterlagen und Eigentum des Vereins sind innerhalb von 14 Kalendertagen an den Vorstand zu übergeben. Ansprüche auf Rückzahlungen von Beiträgen und Spenden bestehen nicht.

 

 

 

§ 5 Rechte und Pflichten der Mitglieder


(5.1.) Alle Mitglieder haben das Recht, vom Vorstand Auskünfte zur Vereinsarbeit zu bekommen.

 

(5.2.) Für alle Mitglieder gilt eine Schweigepflicht für alle internen Vereinsangelegenheiten, insbesondere Sponsoren, Geldquellen und Abläufe.

 

 

§ 6 Vereinsorgane

 

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

 

§ 7 Mitgliederversammlung


(7.1.) Die Mitgliederversammlung entscheidet insbesondere über die Strategie des Vereins, Wahl des Vorstandes, Entlastung des Vorstandes, Satzungsänderungen und Vereinsauflösung.

Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

Jedes ordentliche Mitglied ist stimmberechtigt und muss seine Stimme persönlich abgeben. Auch minderjährige ordentliche Mitglieder ab dem 7. Lebensjahr haben Stimmrecht, ihre gesetzlichen Vertreter sind von der Wahrnehmung ausgeschlossen.

Ein Mitglied ist nicht stimmberechtigt, wenn ein Vertrag oder ein anderes Rechtsgeschäft zwischen ihm und dem Verein zur Beschlussfassung stehen.

Jede satzungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Vereinsmitglieder.

Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, welches die gefassten Beschlüsse wiedergibt. Das Protokoll ist durch den Schriftführer und den Vorsitzenden zu unterzeichnen.

 

(7.2.) Die Mitgliederversammlung ist mindestens alle 2 Jahre durchzuführen und wird vom 1.Vorsitzenden oder dem 2.Vorsitzenden geleitet.

Der Vorstand hat die Ladung zur Mitgliederversammlung 10 Tage vor der Versammlung vorzunehmen und die Tagesordnung bekannt zu geben.

Die Frist beginnt mit Absendung des Einladungsschreibens.

Die Ladung erfolgt durch Rundschreiben per Brief oder per email oder per elektronischen Medien. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied des Vereins schriftlich bekannt gegebene jeweilige Adresse gerichtet ist.

 

(7.3.) Mitgliederversammlungen sind nicht öffentlich.

Nichtmitglieder können auf Antrag durch Beschluss des Vorstandes zugelassen werden.

Der Vorstand informiert in der Mitgliederversammlung über die geleistete Arbeit.

Die Mitgliederversammlung ist über gefasste Beschlüsse des Vorstandes zu informieren.

 

 

 

 

 

 

 (7.4.) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn es das Vereinsinteresse erfordert, oder wenn die Einberufung von mindestens 30% der ordentlichen Mitglieder schriftlich und unter Angabe des Zwecks und der Gründe verlangt wird.

 

(7.5.) Beschlüsse können auch schriftlich gefasst werden.

Dazu wird die Beschlussvorlage allen Mitgliedern per Post mit einer Frist von 2 Wochen zur Stimmabgabe vorgelegt.

Stimmabgaben, die nicht bis zum Ende der Frist beim Verein eingehen, gelten als Enthaltungen.

 


 

§ 8 Vorstand


(8.1.) Der Verein wird von einem Vorstand geleitet, der durch die Mitgliederversammlung gewählt wird.

Die Amtsdauer beträgt 4 Jahre.

Die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder ist möglich.

Die Mitglieder des Vorstandes bleiben solange im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist.

Der Vorstand soll aus mindestens drei Personen bestehen mit folgenden Funktionen:

1.Vorsitzender, 2.Vorsitzender, Finanzen

Weitere maximal zwei Vorstandsmitglieder können gewählt werden und mit besonderen Aufgaben betraut werden.

 

(8.2.) Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1.Vorsitzenden.

 

(8.3.) Der gesamte Vorstand ist vertretungsberechtigt, im gerichtlichen und außergerichtlichen Rechtsverkehr wird der Verein immer von mindestens 2 Vorstandsmitgliedern vertreten.

 

(8.4.) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend sind bzw. für erforderliche Entscheidungen fernmündlich oder per elektronischen Medien erreichbar sind.


(8.5.) Die Wahl des Vorstandes erfolgt einzeln in offener Form per Handzeichen.

Für jedes Vorstandsmitglied ist eine einfache Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder ausreichend.
Nach seiner Wahl hat sich der Vorstand zu konstituieren.

 

(8.6.) Wenn Vorstandsmitglieder vorzeitig ausscheiden (z.B. durch Niederlegung des Amtes, Austritt oder Ausschluss, Tod), kann vom Vorstand per Beschluss ein Vereinsmitglied in den Vorstand berufen werden, um die Aufgaben des vorzeitig ausscheidenden Mitglieds bis zur nächsten Vorstandswahl zu übernehmen.  

Bei freien oder frei werdenden Vorstandsplätzen entscheidet der Vorstand, ob diese wieder besetzt werden.

 

 

 

 

(8.7.) Der Vorstand führt die Vereinsgeschäfte ehrenamtlich und hat u.a. folgende Aufgaben:

- die Planung und Vorbereitung der Erholungsaufenthalte

- die Planung und Vorbereitung von Vereinsveranstaltungen und Versammlungen

- die Beschaffung von Finanzmitteln

- die Auswahl und Zuteilung der Gastkinder, Betreuer und Gasteltern

- Aufnahme, Streichung und Ausschluss von Mitgliedern gem.§4

- Erstellung und Beschlussfassung über eine Finanzordnung und eine Geschäftsordnung des Vorstandes

- Jahresberichte für die Mitgliederversammlung

 

 

§ 9 Kassenprüfer


Zur Prüfung der Finanzen bestimmt der Vorstand alle 2 Jahre im Vorfeld der Mitgliederversammlung ein bis zwei Kassenprüfer. Eine Wiederwahl ist zulässig.

Die Kassenprüfer sind der Mitgliederversammlung rechenschaftspflichtig.

Über die Mitgliederversammlung hinaus unterliegen die Kassenprüfer der Schweigepflicht.

Als Kassenprüfer können alle Mitglieder und auch Nichtmitglieder, sowie auch qualifizierte Dritte vom Vorstand bestimmt werden.
Vorstandsmitglieder können nicht als Kassenprüfer eingesetzt werden.

 

 

§ 10 Sonstige Bestimmungen

 

(10.1.) Der Vorstand kann bei Bedarf unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse Aufträge über Tätigkeiten oder Dienstleistungen für den Verein an Dritte vergeben.

 

(10.2.) Im Rahmen der Vereinsarbeit können bei allen Vereinsveranstaltungen Foto- und Filmaufnahmen angefertigt werden, die zur Veröffentlichung in Presse, Funk, Fernsehen und Internet bestimmt sind. Mitglieder müssen beim Vorstand schriftlich widersprechen, wenn Sie dies für sich nicht wünschen.

 

 

§ 11 Haftung des Vereins


Nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit haften die Vorstandsmitglieder für Schäden gegenüber den Mitgliedern und gegenüber dem Verein bei der Ausübung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Der Verein haftet gegenüber den Mitgliedern nicht für fahrlässig verursachte Schäden, die Mitglieder bei der Ausübung von Vereinstätigkeiten oder bei Vereinsveranstaltungen erleiden, soweit solche Schäden nicht durch Versicherungen des Vereins abgedeckt sind.
 

 

 

 

§ 12 Satzungsänderungen


Änderungen oder Neufassungen der Satzung sind mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder einer Mitgliederversammlung möglich.

Satzungsänderungen, die von Aufsichtsbehörden, Gerichtsbehörden oder Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden und redaktionelle Änderungen kann der Vorstand von sich aus vornehmen.

Die Eintragung im Vereinsregister ist zu aktualisieren.

 

 

§ 13 Auflösung des Vereins


Die Auflösung des Vereins ist nur mit einem Beschluss der Mitgliederversammlung möglich, dem 2/3 der anwesenden Mitglieder zustimmen.

Der Vorstand muss handlungsfähig bleiben bis die Abwicklung erfolgt ist.

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Ev.-luth. Kirchengemeinde Blankenburg, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

 

 

§ 14 Datenschutz

 

(14.1.) Im Rahmen der Mitgliederverwaltung werden die von den Mitgliedern erhobenen Daten im Rahmen der Mitgliedschaft verarbeitet und gespeichert. Darüber hinaus veröffentlicht der Verein die Daten seiner Mitglieder nur nach entsprechenden Beschlüssen des Vorstandes und nimmt die Daten von Mitgliedern aus, die einer Veröffentlichung widersprochen haben.

 

(14.2.) Die Daten von Geldgebern und Sponsoren, die einer Veröffentlichung außerhalb des Vorstandes widersprochen haben, werden vom Vorstand vertraulich behandelt, der Vorstand unterliegt der Schweigepflicht.

 

 

§ 15 Gültigkeit dieser Satzung

 

Diese Satzung wurde bei der Gründungsversammlung am 17.03.2017 beschlossen und tritt mit Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.

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© Rene Foltis